Bildende Kunst
Bildende Kunst

Blickwechsel – BIPOC Perspektiven in der Kunst (Diskussion)

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Zentralbibliothek Hamburg
Großer Veranstaltungsraum
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Wie viele nicht-weiße deutsche Künstler*innen kennst Du? Es gibt in Deutschland viele BIPOC Künstler*innen – aber leider bleiben sie in unserer Kulturlandschaft meist unsichtbar. In dieser Diskussionsrunde sprechen wir mit vier der ausstellenden BIPOC Künstler*innen darüber, was dieses Ausblenden von Vielfältigkeit für die Kunst bedeutet, wo sie spannende kreative Spielräume finden und welche Künstler*innen wir nicht verpassen sollten. Moderation: Aida Begović. Gäste: Ellen Gabriel, Nursima Nas, Natyada Tawonsri, Ayşe Klinge. In Kooperation mit dem in:szene Programm der W3.

Die W3 organisiert als Bildungs- und Kulturzentrum für transkulturelle und globale Bildungsarbeit seit über 40 Jahren Veranstaltungen zu Themen rund um globale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Mit wechselnden Themenschwerpunkten und Projekten setzt sich die W3 ein für Perspektivenvielfalt im Diskurs, diversitätssensible Orientierung in allen Gesellschaftsbereichen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es wird versucht, aktuelle Diskurse und gesellschaftspolitische Debatten mit unterschiedlichen Formaten aus einer globalen Perspektive begreifbar zu machen und ihre Relevanz auch im Lokalen zu verorten.

Ayşe Klinge lebt und illustriert in Hamburg. Nach einem Studium des Bühnen- und Kostümbilds in Berlin, studiert sie derzeit Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. In ihrer Arbeit thematisiert sie ihre eigenen Erfahrungen als migrantische Person in Deutschland und rückt die Darstellung von BPOC und ihre Lebenswelten in den Mittelpunkt.

Ellen Gabriel studiert Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. In ihren Werken befasst sie sich u.a. mit ihrer eigenen Identität, Intersektionalität und der Gestaltung von Repräsentation. Sie ist Mitgründerin von Hear Me Out!, einem Buchprojekt, das sich als Kollaboration verschiedener Künstler*innen of Color versteht und in Form unterschiedlicher Medien diesen eine Plattform schafft, um von ihren Rassismuserfahrungen zu erzählen.

Natyada Tawonsri alias NATA, aufgewachsen im Berner Seeland lebt und studiert an der HAW Hamburg den Master Illustration mit dem Schwerpunkt grafische Erzählung. Zuvor absolvierte NATA den Bachelor in Illustration Fiction an der Hochschule Luzern. NATA ist qualifizierte Teamende für rassismuskritische, Empowerment- und Comic/Zine Workshops. Sie ist Mitbegründende der Alliance for Inclusivity in Roller Derby within Europe, die für mehr Sichtbarkeit von QTIBIPOC in dieser Sport Community eintritt.

Nursima Nas studiert Psychologie an der University of Amsterdam. Vor ihrem Studium hat sie das United World College in Italien absolviert. In Hamburg war sie Stipendiatin der START Stiftung sowie der Blankenburgschen Stiftung im künstlerischen Bereich. Nursima ist seit Kindesalter künstlerisch aktiv und arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien. Durch ihre Kunst verleiht sie ihren Gefühlen und Gedanken Ausdruck und betrachtet visuelle Kunst und Design gleichzeitig als Sprachrohr, um die Aufmerksamkeit auf gesellschaftliche Phänomene zu richten. Sie entwirft u.a. Poster und Flyer für unterschiedliche Organisationen und unterstützt diese bei ihrer Arbeit.

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