Bildende Kunst
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Chinese im Viertel: Ausstellungsbeginn

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Bücherhalle Wilhelmsburg
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Ende der 1920er Jahre zog die Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940) nach Hamburg. Sie fühlte sich insbesondere von der hafenstädtischen Prägung, von der Internationalität und Diversität St. Paulis inspiriert. Lohse-Wächtler malte zahlreiche Bilder von stigmatisierten Gruppen wie Sexarbeiterinnen, Sinti und Roma und auch ein Aquarell von einem chinesischen Migranten. Das Hamburger Konfuzius-Institut zeigt in der Bücherhalle Wilhelmsburg eine Reproduktion dieses Bildes, ergänzt durch kurze erläuternde Texte über die Geschichte des "Chinesenviertels", der NS-Verfolgung der chinesischen Migranten und ihrer deutschen Partnerinnen. Die Ausstellung wird mit einem Vortrag von Dr. Lars Amenda am 24.10. um 17 Uhr sowie einem Büchertisch ergänzt.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10:00 - 13:00 sowie 14:00 - 18:00 und Samstag 10:00 - 13:00.

Das Konfuzius-Institut an der Universität Hamburg ist ein gemeinnütziger Verein, der in feierlichem Rahmen am 20. September 2007 offiziell gegründet wurde.
Ziel der Konfuzius-Institute, von denen es weltweit inzwischen mehrere Hundert gibt, ist die Vermittlung chinesischer Sprache und Kultur.

Lars Amenda, Dr. phil, freier Historiker und Autor, lebt in Hamburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere zur Stadt- und Migrationsgeschichte. 2018 kuratierte er die Ausstellung Heizer, Köche & Container. China in Hamburg, die 2019 ebenfalls in Shanghai an der Fudan-Universität zu sehen war.

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Elfriede Lohse-Wächtler