Bildende Kunst
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Hölle reloaded (Ausstellung)

DE
Westwerk
Halle
mediatheks

Was ist die Hölle deines Lebens? Für "Hölle reloaded" haben Christine Brey, Minh Duc Pham, MAI LING, Gina Rosas Moncada und Meikey To ihre persönlichen Interpretationen von Hölle umgesetzt. Ob quälendes Heimweh, die Fetischisierung asiatischer Frauen, Anpassung aus Überlebensdruck, gähnende Ungewissheit oder die Auswirkungen von rechter Gewalt auf den eigenen Körper – in dieser Ausstellung begegnen wir fünf zeitgenössischen Positionen persönlichen Grauens.

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Christine Brey lebt und arbeitet als visuelle Künstlerin in Hamburg. Sie studierte visuelle Kommunikation in Süddeutschland und Illustration in Hamburg. Ihre Werke wurden bereits weltweit ausgestellt und waren abgesehen von Deutschland in Italien, Österreich, Kolumbien, Marokko und Frankreich zu sehen. Neben Raum- und Textinstallationen sowie Objekten, beinhaltet ihre Arbeit vorwiegend Zeichnungen mit Grafit auf Papier und Bristol. Die Werke zeigen eine Auseinandersetzung mit philosophischen Grundsatzfragen und der Identifikation mit dem Selbst – das Selbst für sich alleine stehend, aber vor allem innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen und der Gesellschaft.

Minh Duc Pham ist ein deutsch-vietnamesischer Künstler. Nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium in Architektur absolvierte Pham das Diplom im Fachbereich Ausstellungsgestaltung und Szenografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Parallel dazu studierte er als Gast in den Fachbereichen Zeitbezogene Medien und Performance sowie Designtheorie an der Universität der Künste Berlin. Derzeit ist Pham Jahresstipendiat 2020 der Kunststiftung Baden-Württemberg für Bildende Kunst.

Meikey To studiert an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Illustration mit dem Schwerpunkt grafische Erzählung und arbeitet als freiberufliche_r Illustrator_in, Comiczeichner_in und Teamer_in in der politischen Jugendbildung in Hamburg. Seit 2018 gibt Meikey Visualisierungs-Workshops zu den Themen diskriminierungs- und diversitätssensibles Darstellen, sowie Comic-Workshops für Jugendliche mit Rassismuserfahrungen.

MAI LING – ein Künstler*innenkollektiv aus Wien – kontextualisiert und sammelt Inhalte zu zeitgenössischer Asiatischer Kunst. Ihre künstlerische Arbeit bezieht Position gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und jegliche Vorurteile. Für fluctoplasma setzt sich MAI LING anhand von Video-Material mit der Objektivierung und Fetischisierung der "asiatischen Frau" auseinander, die nicht als Individuum, sondern als Vertreter*in einer Gruppe in die Öffentlichkeit tritt.

Gina ist eine kolumbianische Illustratorin und Grafikerin, die seit einigen Jahren in Hamburg wohnt. Sie ist experimentierfreudig und vielseitig. Neben Buchillustration interessiert sie sich besonders für die Bereiche Druckgrafik und Editorial-Illustration. Ihre Illustrationen bestechen durch eine hohes gestalterisches Niveau und grafische Kraft. Sie hat ein ausgezeichnetes Gespür für Komposition und eine hervorragende Farb- und Formgebung.

Foto copyright:
fluctoplasma