Diskurs
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Musik & Diversität (20:00)

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Zentralbibliothek Hamburg
Großer Veranstaltungsraum
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Wie wird Diversität in der Musikbranche gedacht und gelebt, welche gesellschaftliche Verantwortung trägt jede*r einzelne Musiker*in und inwiefern kann die eigene Musik Einfluss auf festgefahrene Strukturen haben? Diesen Fragen stellen sich die Musikerinnen Ilgen-Nur, Özlem Winkler-Özkan und KUOKO gemeinsam mit der Moderatorin Alexandra Antwi-Boasiako. Es wird über persönliche Erfahrungen, besonders einschneidende Ereignisse in den Musikkarrieren und über die eigene Identität inmitten gesellschaftlicher Zuschreibung nachgedacht.

KUOKO ist eine Künstlerin, Sängerin und Produzentin aus Hamburg. Mit ihrer elektronischen Popmusik machte sie u.a. auf dem Reeperbahn Festival auf sich aufmerksam. Zuletzt vertonte sie am Jungen Nationaltheater Mannheim ein Stück über die deutsche Kolonialvergangenheit in China (Qingdao – A Messy Archive). Auch visuell bewegt sich KUOKO in ihrer eigenen kreativen Sphäre aus selbstgestalteten Bühnenkostümen, Illustrationen und animierten Videos.

Ilgen-Nur, bürgerlich Ilgen-Nur Borali, geboren 1996 in Kirchheim unter Teck ist eine deutsche Musikerin. Mit 10 Jahren lernte sie Klavier, mit 16 Jahren Gitarre spielen und begann bereits im Alter von 11 Jahren ihre ersten eigenen Songs zu schreiben. 2016 zog sie nach Hamburg und veröffentlichte 2017 ihre erste EP mit dem Titel No Emotions auf dem Leipziger Kassettenlabel Sunny Tapes. lgen-Nur spielte mehrere eigene Tourneen (mit Konzerten in London, Paris, Amsterdam und Kopenhagen) sowie diverse Showcase-Festivals wie das Great Escape Festival, Eurosonic, Spot Festival und das Waves Vienna. 2018 ging sie als Opener mit der Gruppe Tocotronic auf Tour. Ihr von der Kritik gelobtes Debütalbum Power Nap erschien 2019 auf ihrem eigenen Label Power Nap Records. Ilgen-Nur lebt in Berlin.

Özlem Winkler-Özkan hat als Theatermacherin in Wien angefangen und stand auf Bühnen in Deutschland und Österreich z.B. im Schauspielhaus Wien, in den Kammerspielen Hamburg. Auf Grund ihrer Affinität zur Sprache wurde sie Expertin für deutsche Phonetik und coachte jahrelang Theater- und Filmschauspieler. Ihre Gesangskarriere begann sie mit zeitgenössischen Opern u.a. im Semper Depo Wien, die sie als Liedermacherin der Band Migrationshintergrund fortführte und trat damit in Hamburg anlässlich der Weltmeisterschaft im Rollstuhlbasketball und auf internationalen Festivals auf. Derzeit leitet sie das PEM Theater an den Elbbrücken, welches eine Filiale in Melbourne/Australien betreibt.

Alexandra Antwi-Boasiako ist Vermittlerin zwischen interkultureller Kunst und einer Gesellschaft, die Vielfalt feiert. Als offener und neugieriger Mensch baut sie in ihrer Rolle als Innovations-Gourmet Brücken zwischen künstlerischen Visionen und dem Publikum. Bereits in der Gesprächsreihe Vielfalt im Rahmen der Altonale befasste sie sich kaleidoskopartig mit diesem Thema. Wanderlust trifft auf ihre Reise als Moderatorin voll und ganz zu. Sie stand im Auftrag der Kunst schon für die Musik, das Theater, den Film, die Literatur und für Empowerment-Veranstaltungen auf der Bühne.

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