Diskurs
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Nicht erst seit gestern - BPOC und migrantische Kämpfe in Hamburg

DE
Kölibri
Saal
mediatheks

Rassismus und Antisemitismus sind tief in der deutschen Geschichte verwurzelt. Es existiert ein Gefühl, dass Kämpfe für eine diverse Gesellschaft immer wieder bei null beginnen müssen und das, obwohl Selbstorganisation und Widerstand eine lange Historie haben. In dieser Paneldiskussion geht es um Kontinuitäten und Brüche von antirassistischem Aktivismus in Hamburg. Eine Kooperation mit dem Diaspora Salon.

Der Diaspora Salon gründete sich Ende 2017 als Initiative von Freund*innen aus Hamburg in Kooperation mit der GWA St. Pauli. Die Gruppe möchte eine Bühne bieten für (post-)migrantische Stimmen, Schwarze Perspektiven, sowie Akteur*innen of Colour und so einen Raum schaffen für Kunst, Begegnung und Austausch – gegen Rassismus – für Empowerment.

La Toya Oloruntoyin Manly-Spain, geboren 1966 in Sierra Leone, ist eine Performerin und Advokatin für soziale Gerechtigkeit in der Schwarzen Feministischen Bewegung. Ihre Themen sind u.a. Antirassismus, Antikolonialismus und Black Power. Sie ist Gründungsmitglied von ARRiVATi, einem Kollektiv von PoC Künstler*innen und Aktivist*innen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, Strategien der Dekolonisation im Kampf für Gleichberechtigung zu entwickeln.

Dastan Jasim ist Doktorandin am German Institute for Global and Area Studies und promoviert zur politischen Kultur von Kurd*innen. Diese kennt sie vor allem durch ihren langjährigen Aktivismus in Deutschland, aber auch durch viele lange Aufenthalte in Kurdistan selbst. Sie arbeitet akademisch und aktivistisch zu verschiedenen Themen, wie etwa Demokratisierung, Antirassismus, Sicherheitspolitik, Queer-Feminismus und die Probleme der kurdischen Community in Deutschland.

Meryem Choukri forscht an der University of Warwick und der Universität Gießen zu Archiven der Schwarzen feministischen/feministischen of Colour Bewegungen in Deutschland. Außerdem arbeitet sie freiberuflich in der politischen Bildungsarbeit mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Themen Kolonialismus, Intersektionalität und Empowerment. In Hamburg ist sie Teil des Diaspora Salon, der einen Raum für (post-)migrantische, Schwarze und Stimmen of Colour in Hamburg schafft und somit eine Bühne für Kunst, Lyrik und Diskussionen bietet.

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Diaspora Salon