Performance
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What if you see something you have no memory of

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Zentralbibliothek Hamburg
Musikraum
mediatheks

Welches Wissen ist für uns sichtbar? An was sind unsere Augen gewöhnt? Warum fällt es oftmals so schwer, sich dem eigenen kolonialen Erbe bewusst zu werden? "What if you see something you have no memory of" hinterfragt den weißen Blick und das kollektive Bewusstsein unserer Gesellschaft in der Kunst. Auch der scheinbar neutrale Kunstraum wird zu einem Spiegelbild von kolonialem Wissen und Unwissenheit. Die Performance/Installation geht der Reflexion des Sprechens und der Suche nach einem vielfältigeren Erinnern auf die Spur. Die Installation ist ab 16:00 Uhr bis 18:30 frei zugänglich und wirkt auch ohne Besuch der Vorstellung. Es wird zwei Performance-Termine geben: um 19:30 sowie um 21:00 Uhr (buchbar via Tickets).

Die Installation ist begehbar und ohne Bestuhlung, wir bitten darum auf Grund der Corona Sicherheitsmaßnahmen auf die Hinweise zu Abständen zwischen anderen Besucher*innen oder während der Performance zu den Performer:innen zu achten. Im Anschluss an die halbstündige Performance wird es ein Reflexionsgespräch mit den Künstler*innen und
dem Publikum geben.

Nachtrag: Leider kann aufgrund der Coronamaßnahmen das Publikumsgespräch im Anschluss in dem ursprünglich angedachten interaktiven Format nicht stattfinden. Deswegen wird Kaja Adu leider nicht dabei sein. Es wird weiterhin die Möglichkeit geben mit den zwei Performer:innen nach der
Performance zu sprechen.

Konzept und Text: Janis Jirotka
Performance: Janis Jirotka & Anngret Schultze
Live Typeset: Paula Jütting
Nachgespräch mit den Performer:innen und Kaja Adu
Danke an alle Beteiligten und Antonya Silva.

Janis Irene Jirotka arbeitet an den Schnittstellen Kritischer Gesellschaftstheorie, künstlerischer Forschung und politischer Bildungsarbeit. Sie hat Sozialwissenschaften, Area Studies und Performance Studies studiert. In ihrer künstlerischen und politischen Arbeit interessiert sie sich für (post)migrantische Positionen, materialistischen Feminismus, postkoloniale und postnationalsozialistische Erinnerungspolitiken. Sie ist beteiligt im Team von "what if you see something you have no memory of".

Anngret Schultze studierte Kulturwissenschaften und Performance Studies. Ihr künstlerisches Forschen widmet sich dem menschlichen Körper, seiner Eingebundenheit in Macht- und Herrschaftsstrukturen und seinem gleichzeitig widerständigen Potential. Ihr wissenschaftliches Arbeiten basiert auf Erkenntnissen postkolonialer Theorie, Queer und Cultural Studies. Sie beteiligt sich im Team von "what if you see something you have no memory of".

Kaja Adu beschäftigt sich mit rassismuskritischen Betrachtungen visueller Kulturen, postkolonialen Studien und machtkritischen Analysen aus dem Bereich der Gender Studies. Sie hat Kunst- und Medienwissenschaften studiert und ist im Bereich der politischen Bildung tätig. Im Kontext von Kunst und Museen setzt sie sich kritisch mit Fragen zu kolonialen Sehgewohnheiten in der Gegenwart und diesbezüglichen Forderungen von marginalisierten Perspektiven auseinander. Sie ist beteiligt im Team von "what if you see something you have no memory of".

Paula Jütting arbeitet als Sozialarbeiterin in Hamburg und ist freiberuflich als Performerin und Vermittlerin in verschiedenen Projekten der Darstellenden Kunst tätig. Ein künstlerischer Schwerpunkt ist der Improvisations- und Kontakttanz. Inhaltlich ist sie ist an künstlerisch-partizipativen und sozialpolitischen Formaten beteiligt. Sie ist Mitglied des Performance-Kollektivs wirvier aus Hamburg und Berlin. Sie beteiligt sich im Team von "what if you see something you have no memory of".

Foto copyright:
Emma Szabó