Performance
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What if you see something you have no memory of

DE
Zentralbibliothek Hamburg
Musikraum
livestream

Welches Wissen ist für uns sichtbar? An was sind unsere Augen gewöhnt? Warum fällt es oftmals so schwer, sich dem eigenen kolonialen Erbe bewusst zu werden? "What if you see something you have no memory of" hinterfragt den weißen Blick und das kollektive Bewusstsein unserer Gesellschaft in der Kunst. Auch der scheinbar neutrale Kunstraum wird zu einem Spiegelbild von kolonialem Wissen und Unwissenheit. Die Performance/Installation geht der Reflexion des Sprechens und der Suche nach einem vielfältigeren Erinnern auf die Spur. Die Installation ist ab 16:00 Uhr frei zugänglich und wirkt auch ohne Besuch der Vorstellung. Es wird zwei Performance-Termine geben: um 19:30 sowie um 21:00 Uhr (buchbar via Tickets).

Bitte nimm Dir genügend Zeit, vor dem Beginn der Performance den Raum und die Installation zu erkunden. Sie gehören mit zur Vorstellung und können auf Grund der Corona Sicherheitsmaßnahmen nicht während der Vorstellung begangen werden. Im Anschluss an die halbstündige Performance wird es ein Reflexionsgespräch mit den Künstler*innen und dem Publikum geben.

Janis Irene Jirotka arbeitet an den Schnittstellen Kritischer Gesellschaftstheorie, künstlerischer Forschung und politischer Bildungsarbeit. Sie hat Sozialwissenschaften, Area Studies und Performance Studies studiert. In ihrer künstlerischen und politischen Arbeit interessiert sie sich für (post)migrantische Positionen, materialistischen Feminismus, postkoloniale und postnationalsozialistische Erinnerungspolitiken.

Anngret Schultze studierte Kulturwissenschaften und Performance Studies. Ihr künstlerisches Forschen widmet sich dem menschlichen Körper, seiner Eingebundenheit in Macht- und Herrschaftsstrukturen und seinem gleichzeitig widerständigen Potential. Ihr wissenschaftliches Arbeiten basiert auf Erkenntnissen postkolonialer Theorie, Queer und Cultural Studies.

Kaja Adu beschäftigt sich mit rassismuskritischen Betrachtungen visueller Kulturen, postkolonialen Studien und machtkritischen Analysen aus dem Bereich der Gender Studies. Sie hat Kunst- und Medienwissenschaften studiert und ist im Bereich der politischen Bildung tätig. Im Kontext von Kunst und Museen setzt sie sich kritisch mit Fragen zu kolonialen Sehgewohnheiten in der Gegenwart und diesbezüglichen Forderungen von marginalisierten Perspektiven auseinander.

Paula Jütting arbeitet als Sozialarbeiterin in Hamburg und ist freiberuflich als Performerin und Vermittlerin in verschiedenen Projekten der Darstellenden Kunst tätig. Ein künstlerischer Schwerpunkt ist der Improvisations- und Kontakttanz. Inhaltlich ist sie ist an künstlerisch-partizipativen und sozialpolitischen Formaten beteiligt. Sie ist Mitglied des Performance-Kollektivs wirvier aus Hamburg und Berlin.

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Emma Szabó