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WHITE CUBE_dekolonial

DE
Westwerk
Halle
livestream

WHITE CUBE_dekolonial ist das Ergebnis einer qualvollen Recherche über die spürbaren Folgen des europäischen Kolonialismus. In der 15-minütigen Performance geht es um persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung und um die Wurzeln des heutigen Rassismus, welche tief in die Geschichte reichen. Stimmen europäischer Wissenschaftler, die den Menschen in Afrika und Amerika die Menschlichkeit absprachen und die Macht der europäischen Kolonialherren wissenschaftlich legitimierten. Dieses Echo hört man noch heute. Deswegen erheben die Performerinnen ihre Stimmen. Im Anschluss an die Performance besteht die Möglichkeit für ein Nachgespräch. Von und mit Katalina Götz und Nebou N'Diaye / Hajusom. Transnationales Zentrum der Künste.

Die mehrfach ausgezeichnete transnationale Performancegruppe Hajusom (u.a. Preisträger Berliner Festspiele 2015 u. 2001, Max Brauer Preis der Alfred Töpfer Stiftung 2014, Innovationspreis Fonds Soziokultur 2012) entwickelt seit 1999 zahlreiche, innovative Formate zu Themen wie Globalisierung und transkulturelle Identität, Ursachen von Migration und Flucht. Die künstlerische Arbeit hat sich in den letzten 20 Jahren fortlaufend weiter entwickelt. Gemeinsam mit internationalen Künstler*innen unterschiedlichster Genres erarbeiten die jungen Performer*innen, die meisten von ihnen mit Fluchterfahrung, seit vielen Jahren preisgekrönte Vorstellungen, die nach ihrer Premiere in den Räumen des langjährigen Koproduktionspartner Kampnagel auf Gastspielreise gehen. Auch dank der mehrfachen Förderung der Kulturstiftung des Bundes konnte Hajusom herausragende Produktionen mit so renommierten und internationalen Künstler*innen wie dem Ensemble Resonanz (Residenzensemble Elbphilharmonie), dem Regisseur Martin Ambara (Othni-Laboratoire, Kamerun), Choreografen wie Jochen Rolleroder Gotta Depri (Gintersdorfer/Klaßen) und Musikern wie Patrick Kabré (Atelier Silmandé, Burkina Faso) entwickeln.

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Dorothea Tuch