○ Kunst
Anca Munteanu Rimnic (*1974 in Bukarest, Rumänien) lebt und arbeitet in Berlin. In Objekten, Fotografien, Videos, Installationen und Performances verwebt sie persönliche Erzählungen mit gesellschaftlichen Strukturen und kollektiven Erfahrungen. Ihre Arbeiten erkunden das Zusammenspiel von Geschichte, Erinnerung und der Vergänglichkeit menschlicher Beziehungen.
Ausgangspunkt sind häufig alltägliche Begegnungen, die sie mit einer tragikomischen Sensibilität betrachtet. Dabei verbindet sie Erfahrungen aus ihrer eigenen Biografie mit den gesellschaftlichen Zusammenhängen ihres Herkunftslandes Rumänien und ihrem Leben als Künstlerin in Deutschland. Verlust, Unvollständigkeit und die Suche nach Zugehörigkeit durchziehen ihr Werk. Ihre Erzählungen bleiben offen und verhandelbar und machen die Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz ebenso erfahrbar wie deren Absurdität und Schönheit. Der Kunsthistoriker John C. Welchman beschreibt ihren Zugang zur Geschichte als „indirekt oder aufgeschoben“ und betont ihre Aufmerksamkeit für die Formensprache, die aus konkreten zeitlichen und gesellschaftlichen Bedingungen entsteht.
Zu ihren Einzelausstellungen zählen Treatise on Bruises in der Galeria Plan B in Berlin (2025), Lakta im Mönchehaus Museum in Goslar (2016) und Nest im Kunstverein Braunschweig (2015). Ihre performativen Arbeiten präsentierte sie unter anderem am Theater Neumarkt in Zürich mit Die For Life (2022) sowie auf Kampnagel in Hamburg mit Who should I sleep with? (2007). Darüber hinaus waren ihre Werke in der Hamburger Kunsthalle (2024), auf der Art Encounters Biennale in Timișoara (2023), im Museum Tinguely in Basel (2020), im MuCEM in Marseille (2019) und in der Kunsthalle Wien (2014) zu sehen.