○ Film
Nina Gladitz wurde 1946 in Schwäbisch Gmünd geboren. Nach einem Studium der Sozialpädagogik studierte sie Film an der HFF München. Besonders ihr Aktivismus gegen das Kernkraftwerk Wyhl prägte in den 1970er-Jahren ihre filmischen Arbeiten. Politische Filme zu machen, war auch das Ideal des im Kollektiv gegründeten unabhängigen Filmverleihs. Mit Zeit des Schweigens und der Dunkelheit begann ihre Recherche zu den Produktionsbedingungen der Filme von Leni Riefenstahl und so auch die weiterführende Auseinandersetzung mit den daraus ersichtlichen Verbindungen zu NS-Verbrechen, die diese selbst zu Lebzeiten leugnete. Mit dem Buch Leni Riefenstahl – Karriere einer Täterin, das 2020 erschien, vertiefte sie diese Arbeit. Es wurde ein Abschluss von Leben und Werk: Nina Gladitz verstarb 2021.