Sa., 24. Okt. 2026
16:00 – 17:00 Uhr
○ Diskurs
Im August 2026 erschien im transcript Verlag der Sammelband „Anti-Asian Racism in Transatlantic Perspectives. History, Theory, Cultural Representations and Social Movements“. Das von einer internationalen Jury für das Förderprogramm Knowledge Unlatched Select 2026 ausgewählte Buch untersucht, wie anti-asiatische Projektionen und kolonial-rassistische Narrative westliche Einwanderungsgesellschaften bis heute prägen.
Der Vortrag greift diese transatlantische Perspektive auf und verbindet sie mit dem Festivalthema „humanity in (dis)solution“. Im Mittelpunkt steht die grundlegende Bedeutung des anti-asiatischen Rassismus für die koloniale Moderne. Ausgehend von westlichen Rassentheorien und philosophischen Diskursen der Aufklärung wird nachgezeichnet, wie wirkungsmächtige Vorstellungen über „Asien“ und „Asiat*innen“ entstanden und welche Rolle deutsche Dichter und Denker dabei spielten.
Anschließend richtet sich der Blick auf die rassistisch aufgeladene Vorstellung der „Gelben Gefahr“ und ihren Einfluss auf institutionelle Ausschluss- und Segregationspolitiken in den USA. Dabei wird sichtbar, dass diese nicht nur anti-Schwarze, sondern bis weit ins 20. Jahrhundert auch spezifisch anti-asiatische und antichinesische Grundlagen hatten. Abschließend führt der Vortrag nach Hamburg-St. Pauli: Anhand der chinesischen Community, die dort seit dem frühen 20. Jahrhundert bestand und während des Nationalsozialismus gewaltsam zerschlagen wurde, werden die kolonialen Verbindungen des anti-asiatischen Rassismus im deutschen Kontext diskutiert.
Künstler:innen / Sprecher:innen
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Deutsch