the politics of being human

An Artistic Assembly on Art, Dignity and Resistance - Eröffnung

Photocredits: Bjørg Elttør

Fr., 23. Okt. 2026

14:00 – 15:30 Uhr

○ Diskurs

Auch in diesem Jahr können wir dank der Förderung durch den Fonds Darstellende Künste und zahlreicher Kooperationen drängenden kulturpolitischen und gesellschaftlichen Fragen nachgehen. Seit sieben Jahren richtet fluctoplasma den Blick auf postmigrantische und diversitätsorientierte Perspektiven in der Kunst. Und doch müssen wir Jahr für Jahr feststellen: Es wird härter, nicht leichter.
Die Absurdität politischer Entwicklungen, der wachsende Hass und eine Politik der Zerstörung, die zunehmend Mehrheiten findet, werfen uns auf eine grundlegende Frage zurück: Was heißt es heute, Mensch zu sein? Und wie konnte Menschlichkeit überhaupt zur Verhandlungssache werden?

Unsere These: Ob in den emanzipatorischen Kämpfen (post)migrantischer Communities, im politischen Aktivismus oder in der künstlerischen Arbeit, in Deutschland, Europa und weltweit geht es im Kern um die Verteidigung der eigenen Menschlichkeit.

Unter dem Titel The Politics of Being Human bringen wir Perspektiven zusammen, die noch immer zu oft getrennt voneinander verhandelt werden. Wir wollen (post)migrantischen, diasporischen und internationalen Künstler*innen, Kurator*innen und Aktivist*innen zuhören, Erfahrungen miteinander verbinden, Allianzen schmieden und gemeinsam darüber nachdenken, wie wir handlungsfähig bleiben.
Eröffnet wird die Konferenz mit zwei Keynotes von Tunçay Kulaoğlu und Heinrich Horwitz. Ausgehend von der These, dass die Ära des postmigrantischen Theaters ihren Höhepunkt bereits hinter sich haben könnte, nimmt Tunçay Kulaoğlu uns mit auf eine Gedankenreise durch die Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft dieser Bewegung. Heinrich Horwitz widmet sich der immer wiederkehrenden Frage nach dem Politischen in der Kunst und dem Künstlerischen in der Politik. Werden wir je müde, gerade in Zeiten politischer Disruption darüber zu sprechen?
Freut euch auf starke Impulse, neue Verbindungen, inspirierende Gedanken und jede Menge Empowerment.

Die Konferenz "the politics of being human" wird vom Fonds Darstellende Künste gefördert.

Künstler:innen / Sprecher:innen

Sprachen

Deutsch