○ Kunst
Minh Duc Pham ist ein in Berlin lebender Künstler, dessen Praxis aus der künstlerischen Forschung zu Arbeitsmigration, Erinnerung und Körperpolitik hervorgeht. In Skulpturen, Installationen und performativen Interventionen untersucht er, wie sich gesellschaftliche Normen sowie Fürsorge- und Kontrollregime in Objekten, Textilien und alltäglichen Gesten materialisieren. Florale Motive, industrielle Bezüge und fragile Präsentationsstrukturen kehren als Träger von Ambivalenzen zwischen Zärtlichkeit und Widerstand, Bewahrung und Auslöschung wieder. Indem Pham Archivmaterial mit spekulativen Erzählungen verwebt, eröffnet er Räume, in denen gemeinsame Geschichten neu gelesen und ausgehandelt werden können. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, in der Kunsthalle Osnabrück und bei der Vietnam Art Collection in Hanoi gezeigt.