aesthetics in (dis)solution

Vernissage

Photocredits: Andreas Meichsner

Do., 22. Okt. 2026

16:00 – 20:00 Uhr

○ Kunst

Was ist postmigrantische Ästhetik, und wie verändert sie sich? „
aesthetics in (dis)solution“ untersucht die Formen und Verfahren, die aus postmigrantischer Kunstpraxis hervorgegangen sind. Wo stehen wir heute: Werden ihre Ansätze fortgeführt, zeichnet sich eine Erneuerung ab oder ist die Zeit der postmigrantischen Bewegung vorbei? Die Ausstellung bringt Arbeiten zusammen, in denen das Überliefern selbst zum künstlerischen Eingriff wird. Weben und Sticken tragen weibliches Wissen und schreiben dessen gesellschaftliche Abwertung in das Material ein. Dokumentarische Stimmen setzen die Hoffnungen migrantischer Eltern zu den Rassismuserfahrungen ihrer Kinder in Beziehung. Kriegsbilder werden aus ihren medialen Zusammenhängen gelöst und nach anderen Regeln angeordnet. Dabei geraten vertraute Hierarchien in Bewegung: zwischen Kunst und Handarbeit, öffentlicher Geschichte und familiärem Gedächtnis, individueller Autorschaft und gemeinsamer Produktion. Im Umgang mit Material, Stimme und Körper wird erfahrbar, wie diese Ordnungen unsere Wahrnehmung prägen und sich verändern lassen.

Beiträge von Ibou Diop, Burcu Dogramaci und Ulf Aminde reflektieren, was „postmigrantische Ästhetik“ heute bezeichnet: eine gemeinsame Formensprache, bestimmte künstlerische Verfahren oder eine Perspektive auf Kunst? Die Ausstellung fragt nach dem Verhältnis zwischen den erkämpften Ausdrucksformen und den politischen Bedingungen, unter denen sie heute entstehen und wirken.

Mit künstlerischen Positionen von u.a. Minh Duc Pham, Ki Bui, Bojana Fužinato, Marina, Mila Panić, Simone Dede Ayivi, Elena Victoria Pastor und Anca Munteanu Rimnic.

Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos und wird ermöglicht durch die Liebelt Stiftung Hamburg

Allgemeine Infos:

Ausstellungseröffnung: 17.10.2026
Laufzeit: 17.10.–25.10.2026

Öffnungszeiten
17.10. | Vernissage | 17–22 Uhr
18.10. | 14–18 Uhr
22.10. | 16–20 Uhr
23.10. | 16–20 Uhr
24.10. | 12–20 Uhr
25.10. | 12–20 Uhr

Künstler:innen / Sprecher:innen

Sprachen

Deutsch